Hallo Petra,
beim Lesen deines Postings ist bei mir auch alles wieder "hochgekommen" - Joy hat vor nunmehr 7 Jahren im Jahr 2006
Mäusegift gefressen.
Leider war es bei uns schon mindestens einen Tag her und hat also schon voll gewirkt. Ich hab nur gemerkt, dass was nicht stimmte und ab zum Tierarzt (leider war der Chef nicht da, der auch mit Homöopathie arbeitet).
Zu der Zeit waren wir grad für 4 Wo. auf Besuch in De.
Gegenmittel gibts nicht.
Ich möchte auch nicht alle unappetitlichen Dinge schildern. Aber was ich in dieser Zeit erlebt habe, reicht für ein Buch!
Meine Freundin, die sich mit Homöopathie auskennt, hat mir telefonisch die ersten Notfallmittel durchgegeben...
Der Tierarzt der Tierklinik, in der sie nachts betreut werden sollte, gab sie auf, es wäre alles Mögliche schon für sie getan worden, sie sollte einfach nur an einen Tropf...Und weil dieser Arzt mir eiskalt sagte, Homöopathie ist Humbug, habe ich sie dann mitgenommen, sie hätte die Nacht nicht überlebt.
Ich habe Tage mit ihr auf dem Küchenboden geschlafen (einziger Boden der Ferienwohnung, der wischbar war...)
Ich hatte ständig Kontakt zu meiner Freundin, einer weiteren Homöopathin und einer Tierärztin, die im Tierschutz arbeitete und schon die "unmöglichsten" Fälle kuriert hat. Von diesen Leuten kannte ich auch sämtliche Stadien dieser Vergiftung, es bildet sich ja ein Gas, das dann wohl in Etappen die Organe angreift/zersetzt.
Der Tierarzt am Ort, bei dem ich zuerst war bzw.hinwollte, war auch nachts für uns da, wenn der Tropf mal wieder raus war u.ä.
Joy durfte nichts fressen, nichts trinken. Wasser hab ich ihr unter die Haut gespritzt, ansonsten gabs nur Ringerlösung.
Es ging immer "rauf und runter"...
Aber nach ca. 14 Tagen durfte sie das erstemal ein wenig Kinderbrei fressen.
All das hat Joy mit einer Geduld und einem Kampfeswillen durchgestanden, sonst hätte auch ich nicht so um sie kämpfen können.
Pünktlich zum Ende unseres "Heimaturlaubes" stand sie wieder auf den Beinen!
Für den Tierarzt war sie ein Wunder, er kann sich heute noch gut an sie erinnern!
Das ist ja nun auch schon fast 7 Jahre her.
Allerdings hatte das Ganze wohl schon eine Langzeitfolge, Joy hat starke Leberprobleme.
Aber auch die haben wir mit Hilfe eines Tierarzt in Dortmund, der fast ausschliesslich als klassischer Homöopath arbeitet, zufriedenstellend in den Griff bekommen. Sie bekommt regelmässig ihr Konstitutionsmittel.
(Das hört sich nun an wie ein überschwängliches Loblied auf die Homöopathie, aber natürlich war die Behandlung eine Kombi aus allopath.u. homöopath.Sachen. Aber Tatsache ist nun mal, dass die Homöopathie Mittel kennt, die ganz anders greifen...)
Deshalb auch kann ich dir, Petra, deinen Schrecken gut nachempfinden.
Ich würd die Maus auch in den nächsten Wochen/Monaten gut beobachten und vielleicht auch einen weiteren Bluttest usw. machen lassen.
Aber wie es aussieht, hat sie ja supergute Chancen - dank der Reaktion deiner Mutter - alles unbeschadet überstanden zu haben.
Quel suerte - wie der Paraguayer sagt!
