Es gibt Dinge, die interessieren mich und die Sache mit dem Melatonin gehört dazu. Also zusammen mit einer befreundeten Tierärztin umfassende Recherchen angestellt:
Melatonin wird bei verschiedenen, hormonbedingten Krankheiten eingesetzt. Der Fellverlust beim Manchester-Terrier zählt zu der sog. pattern baldness und ist leider in anderen Ländern bereits als typische Rassedisposition anzusehen.
Züchterisch wird kaum ausselektiert, da es als reines kosmetischen Problem gilt.
Allerdings gibt es inzwischen Hinweise, dass eine, sagen wir gewisse Futter- und sonstige Empfindlichkeit etc. auf das gleiche Hormonproblem zurück zuführen ist. Zudem die kahlen Stellen oft schnell wund werden, austrocknen etc. Beim Manchester-Terrier wäre typisch für einen leichten Verlauf die ausgefranzten Ohren, die bei Kälte schnell aufplatzen.
Die Behandlung mit Melatonin ist bei einer Gabe von 5-15mg/Hund bei 50% der Hunde erfolgreich.
Allerdings hat Melatonin auch erhebliche Nebenwirkungen. Besonders zu beachten ist, dass es auch in der Verhaltenstherapie eingesetzt wird und somit direkte Auswirkungen haben kann. Weiterhin sind Leberschäden etc. nicht auszuschliessen.
Abschliessen möchte ich sagen, dass es Sinn machen könnte, züchterisch entgegenzuwirken

Solange Menschen glauben, dass Tiere nichts fühlen, solange müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.