Scheinträchtig

Kleine Wehwehchen, Medikamente, Therapien ...
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lottelustig
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Scheinträchtig

Beitrag von lottelustig » 21.11.2009, 11:04

Ich bin mal wieder auf der Suche nach Ratschlägen.
Vor 5 Wochen wurde unsre Dilli mit 8 Monaten zum ersten Mal läufig. Wir waren alle gespannt, was uns erwarten würde. Aber wir haben die Zeit ohne Probleme überstanden. Zur "Belohnung" gibt es jetzt eine Scheinträchtigkeit. Die äussert sich in geschwollenem Gesäuge und grosser Anhänglichkeit. Nach Rücksprache mit unsrer Hundetrainerin geben wir seit gestern Pulsatilla D6. Meine Frage: Wie lange dauert dieser Zustand an, wann sollte man zum Tierarzt ? Ich habe mich schon durchs Netz gegoogelt und im Forum gestöbert, werde aber nicht wirklich schlau.
Bitte, spart nicht mit Antworten :confused:

Ein schönes Wochenende von der Mosel wünscht
Lisa

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Sula
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Beitrag von Sula » 21.11.2009, 17:31

Hallo Lisa!
Sula hat gerade ihre zweite Scheinträchtigkeit halbwegs gut überstanden. :D Sie war übrigens in ihrem Verhalten anders als bei der ersten.
Ich hab mich auch bissel schlau gemacht wo ich konnte und kann Dir folgendes dazu sagen:
Nach jeder Hitze, in der eine Hündin nicht gedeckt wurde, entwickelt sie eine mehr oder weniger ausgeprägte Scheinträchtigkeit. Dies wurde von der Natur her so eingerichtet. In einem Rudel in freier Natur wird nur die ranghöchste Hündin gedeckt, die anderen Hündinnen stehen dann durch Scheinträchtigkeit zur Verfügung, falls die Alpha-Hündin die Welpen nicht versorgen kann.
Die Hormone spielen einfach bissel verrückt, unsere Mädels sind nicht krank - sie können uns mit Ihrem Verhalten nur ganz schön nerven! :mrgreen:
Das Mittel, was Du jetzt gibst, sollte gut anschlagen - tut es das nicht, sind noch andere wirksam.
Sula hab ich mit großem Erfolg beim zweiten Mal "Asa foetida D4" gegeben, gleichzeitig noch "Pasiflora incarnata" - das hat am besten zu ihrem Verhalten gepasst.
Die Info`s hab ich aus dem Buch "Homöopathie für Hunde" von A.H. Westerhuis - es sind dort alle Typen gut beschrieben - meine Fibel für Notfälle und alle anderen Gelegenheiten.

An Deiner Stelle würde ich das Gesäuge gut im Auge behalten, es sollte sich nicht verhärten. Meine T-Ärztin hat mir geraten Traumeel-Gel einzumassieren. "Phytolacca" ist das Mittel zur Vorbeugung gegen Knoten.

Von der Chemiekeule halte ich nicht viel, von Kastration auch nicht - Aushalten heißt das Motto bei viel Ablenkung mit Spiel und Spaß an frischer Luft und auch Extra-Kuscheln tat uns gut! :lol:

LG Steffi
Viele Grüße Steffi mit Rübe Ruby, Drachenkind Wanda und Sula für immer im Herzen.


Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.
Antoine De Saint-Exupéry

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long nose pepper
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Beitrag von long nose pepper » 21.11.2009, 17:53

Hallo Lisa,

Steffi hat es gut beschrieben. Eine Scheinträchtigkeit ist keine Krankheit. Ein Tierarzt sollte nur zu Rate gezogen werden, wenn sich Knoten im Gesäuge bilden.

Wenn sie zu Brüten beginnt und Stofftiere als Welpen ansieht und pflegt, dann solltest Du diese entfernen. Futter ruhig reduzieren, dass kann die Kleine schon ab, dass tut nicht weh. Ablenkung ist gut. Wenn sie nicht laufen will, nicht darauf eingehen, sondern ruhig arbeiten. Dann hat sie nicht so viel Zeit über ihren Zustand nachzudenken.

Pulsatilla nimmt im Übrigen nicht die Scheinträchtigkeit, es wirkt nur aufden Kopf. Sie sollte dann nicht so Lustlos sein und auch weniger zicken, körperlich bleibt alles beim Alten.
Liebe Grüße
Sandra & Co.

Deinem Hund ist es egal wie Du aussiehst, er nimmt Dich so, wie Du bist!

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Dorothea
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Beitrag von Dorothea » 22.11.2009, 12:16

Hallo Lisa

Bin gleicher Meinung wie Steffi und Sandra :top: aber

Was ich mit scheinträchtigen Hündinnen alles erlebt habe; könnte ein Buch schreiben.
Sehr viel Beschäftigung und Arbeit mit dem Hund damit sie abgelenkt wird von den "Baby's" möglichst nicht den Bauch streicheln weil das noch mehr animiert. Meine habe viel gejammert, ich hab's einfach ignoriert und etwas anderes mit ihnen gemacht. Je mehr man die Scheinträchtgkeit beachtet ums schlimmer wird das Verhalten der Hündin. Möchte dazu noch sagen beobachte sie gut von der gesundheitlichen Seite her Scheintächtigkeit kann viel Übel auslösen und ich sage Dir das aus meiner Erfahrung, so harmlos ist das eben nicht. :(

Meine Hunde
Laila war Zuchthündin, jedesmal nach der Hitze ist sie Scheinträchtig geworden, von Jahr zu Jahr schlimmer. Das ging soweit dass sie nicht einmal mehr aus dem Haus wollte und nur noch in ihrer Höhle lag und diese bewachte. Als sie 8 Jahre war hab ich sie kastrieren lassen, seither ist sie ein anderer Hund.

Laika jetzt 12 j. war nie Scheintächtig bis vor 2 Monaten, sehr seltsam hat sie sich benommen, der Milcheinschuss, nur noch auf dem Boden rum gerobbt. Bei jeder Berührung der Seiten geschrien, dann hab ich die Knötchen an den Zitzen gefunden. Eines war sehr klein das andere ist rasend schnell gewachsen. Der Tierarzt hat dann eine leichte Gebärmutterentzündung festgestellt und geraten zu operieren. Die Entzündung haben wir mit Antib. wegbekommen, die Knötchen sind munter weitergewachsen, eine OP's musste sein. Laika wurden die Knötchen rausgenommen und die Eierstöcke. Durch die Scheinschwangerschaft hatte sich auf dem einen Eierstock eine Zyste gebildet daher auch das Schreinen bei Berührung :?
Es ist jetzt ca 1 Monat her das meine Kleine operiert worden ist, mit 12 ist so eine OP's nicht harmlos, es ist noch nicht alles verheilt aber es geht ihr GsD wieder gut :)

Ich möchte damit einfach sagen, Hündinnen die Scheinträchtig werden, gerade wenn sie älter werden immer gut im Auge behalten. Scheiträchtigkeit kann gefährliche Veränderungen im Körper auslösen, die wenn man das rechtzeitig erkennt, aber behandelbar sind.

Liebe Grüsse
Dorothea

Laika, Indra und Loona
und im Herzen Laila 20.7.1997-12.1.2011
und Bienchen 01.01.2000-31.08.2015


Zum schweigen fehlen mir die passenden Worte

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Fröschlein
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Beitrag von Fröschlein » 17.11.2013, 16:23

Ein alter Thread, der aber nicht an Aktualität verliert.

Meine Manchester-Terrier-Madame ist auch wiedermal scheinträchtig.
Es ist inzwischen das vierte Mal, dass wir das mitmachen dürfen. Ich habe aber das Gefühl, dass es von Mal zu Mal schlimmer wird :roll: ...
Auch die Hitze und alles drum und dran wird mit jedem Mal intensiver und ich habe wirklich das Gefühl, dass die Kleine sehr darunter leidet. Nun meine Frage:

Würdet ihr einen Hund aufgrund dieses Psychostresses kastrieren lassen? Ich bin eigentlich absoluter Gegner von "grundloser" Kastration, aber inzwischen bin ich mir nicht mehr so sicher, ob es für den Hund nicht auch ein schöneres Leben wäre ohne diesen Kram. Decken lassen werden wir sie sowieso nicht, nicht zuletzt, weil sie hochgradig futtermittelallergisch ist.
Aber meine Skrupel sind zu groß. Soweit, meinen Hund unters Messer zu geben, sind wir noch lange nicht. Wir halten das schon aus und ich gebe mein bestes, mein Mädel vor sich selbst zu schützen (frühzeitiges Spielzeug-verstecken, keine große Sache draus machen,...). Allerdings frage ich mich, wie das weitergehen soll, wenn es immer schlimmer wird?!? :(
Wie seht ihr das mit der Kastration?
Was sind für euch legitime Gründe? (...ist ja durchaus eine moralische Frage...)
Habt ihr Erfahrungen damit?

Mein vorheriger Hund war eine kastrierte Foxterrier-Dame, sie kannte keine Probleme mit der Fellbeschaffenheit oder ähnlichem, nur ein bisschen mopsig war sie. Aber wenn ich mir meine Manchester-Terrier-Lady mit noch dünnerem Fell vorstelle ... (was man ja immer hört / liest) ... ich muss stricken üben :)

Freu mich schon auf eure Beiträge,
Liebe Grüße!
"Dem Menschen, wenn er gut erzogen, wird selbst ein weiser Hund gewogen." (Nach Goethe, Faust I)

steffi
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Beitrag von steffi » 18.11.2013, 20:37

Will keiner mit Fröschlein sprechen? Das ist sehr traurig.

Was spricht für Dich unter logischen Gesichtspunkten dagegen Deine allergische und scheinträchtige Hündin, die nicht in die Zucht soll, die alt genug ist um im Wesen gefestigt zu sein, zu kastrieren? Und könntest Du bitte versuchen aus Deinen Überlegungen Gefühle aus dem menschlichen Bereich zu eliminieren? Es geht nicht um Deine Gebärmutter, sondern um die der Hündin. Nicht Du erträgst etwas, sondern die Hündin. Vielleicht wäre die Kastration Deiner Hündin gar keine Verstümmelung?

Es mag eine Schande sein eine gesunde, putzmuntere Hündin, die nie Probleme mit der Läufigkeit hat oder im Anschluss daran, zu kastrieren, aber eine Hündin wie Deine?

Wovor hast Du Angst? Das Du verurteilt wirst? Von wem? Und, wo ist das Problem, Du musst die Entscheidung vor Dir rechtfertigen, wenn Du das nicht kannst, nun, dann lass Deine Hündin für deren Wohlergehen Du allein und nicht das Forum, verantwortlich bist, eben nicht kastrieren.

Wir können ja mal abstimmen: Meine Stimme lautet "Pro" Kastra.

Steffi

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Beitrag von Dorothea » 19.11.2013, 11:00

Liebe Steffi, ich habe in meinem Beitrag oberhalb von Fröschlein beschrieben wie es Laila ergangen ist. Auch sie war jedesmal nach der Hitze scheinschwanger auch bei ihr ist es jedesmal schlimmer geworden. Eine Kastration hat dieser Hündin sehr geholfen. Ich bin kein Freund von kastrieren aber wenn es sein muss und dem Hund das Leben schöner macht sehe ich auch keinen Grund nicht zu kastrieren. Ich mag mich aber nicht wiederholen.

Liebe Grüsse
Dorothea

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Susanne
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Beitrag von Susanne » 19.11.2013, 18:33

Hallo Fröschlein,
einen Hund grundlos kastrieren zu lassen nur weil einem die Hitze lästig ist finde ich auch nicht den Hit.
Ich hatte 2 Hündinnen und habe beide mit 6 Jahren kastrieren lassen. Dann noch einen Rüden mit 8 Jahren. Sie sind auch nur etwas mopsig geworden, am Fell hat sich nichts geändert. Bei keinem. Ich habe die Kastrationen nicht bereut, den Hunden ging es danach eindeutig besser, und das ist für mich ausschlaggebend. Sie sollen sich in ihrem recht kurzen Leben nicht mit so was rumschlagen müssen sondern ein unbeschwertes Leben führen können. Die Scheinträchtigkeiten führten ja auch zu schlimmerem, Zysten an der Gebärmutter, fiese Brustdrüsenentzündungen, dann Medikamente. Ich würde es immer wieder so machen. Dazu stehe ich und bleibe ich und lasse mir da von keinem was reinreden.
Von mir bekommst du auch ein "pro"
Unter hundert Menschen liebe ich nur einen, unter hundert Hunden neunundneunzig.
Liebe Grüße
Susanne

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Beitrag von steffi » 19.11.2013, 20:13

So, jetzt ist "Fröschlein" an der Reihe (wie ist eigentlich der richtige Name?). Aber möglicherweise ist das wieder einer dieser "Posts", die nicht so ernst gemeint sind, wie sie klingen? Nun, dann muss sich auch zukünftig keiner wundern, wenn von den Usern null Reaktion erfolgt, oder? Das erinnert mich an eine Sache und da hoppse ich doch gleich mal hin.
Steffi

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Beitrag von Fröschlein » 20.11.2013, 21:08

So, da bin ich wieder.
Stressige Zeiten.

Danke für die vielen Antworten.
Erfreulicherweise ist die Scheinträchtigkeit zumindest was die psychische Ebene anbetrifft schon wieder vorbei :D Nun muss nur das Gesäuge wieder ganz abschwellen, aber es sieht alles ganz gut aus.

Dennoch war mein Post selbstverständlich ernst gemeint, und dass ich erst jetzt reagiere hat damit zu tun, dass ich einfach wenig Zeit und viel Arbeit hatte. Ich bitte vielmals um Verzeihung bei der immer-verfügbaren Internetgemeinde und freue mich, jetzt eure Meinungen lesen zu dürfen.

Jetzt steht die Frage ja aber immer noch im Raum: Kastrieren, ja oder nein?!

und wo es nun vorbei ist, ist es für mich wieder logisch: Nein. Aber schon in einigen Monaten soll ich mir wieder diese Frage stellen? Woher weiß ich, wie sehr mein Hund leidet? Habe hier mit Tiffy schon auch eine ganz schöne Drama-Queen zu Hause. Ich bin eben einfach super unentschlossen, denn es fällt mir schwer, sowas Wichtiges zu entscheiden und ich möchte eben alle Pros und Cons genau abwägen. So bin ich nunmal-> absoluter Kopfmensch.

Übertrieben, dass hier zur Debatte zu stellen? Vielleicht, aber gut für mein Gewissen. Ich habe auch meinen Post von vor ein paar Tagen nochmal gelesen und da fällt natürlich auf, dass ich ihn an genau dem Tag geschrieben habe, als es eben am schlimmsten war und ich angefangen habe, mir Sorgen zu machen. Wenn man so richtig entnervt ist, weil der Hund einen ganzen Tag rumjammert, überlegt man halt, was man dagegen tun kann.

Mein richtiger Name ist übrigens Christina.. und ist der so wichtig?

Und dass es eben nicht um "meine Gebärmutter geht“, ist ja genau der Kern des Problems. Ich entscheide über ein anderes Lebewesen und es geht nicht darum, diesem Lebewesen nur „zu helfen“, wie z.B. beim Heilen einer Krankheit, was Scheinträchtigkeit nunmal eben nicht ist. Daher meine Zweifel.

Wie auch immer, eure Botschaft: pro Kastra ist auf jeden Fall angekommen.
Ich werde wohl noch ein paar Tage darüber nachdenken, ob ich ihr das antun muss… denn Fakt ist, es wurde alles mit jedem Zyklus bisher immer intensiver..

Liebe Grüße,
Tiffy und CHRISTINA ;)
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Beitrag von Fröschlein » 20.11.2013, 21:19

achso, @ Steffi: kurz noch dazu:

"Du musst die Entscheidung vor Dir rechtfertigen, wenn Du das nicht kannst, nun, dann lass Deine Hündin für deren Wohlergehen Du allein und nicht das Forum, verantwortlich bist, eben nicht kastrieren."

Ich dachte, dass man in dem Forum hier auch nach Meinungen fragen darf? Was ich am Ende damit anfange, bleibt selbstverständlich MIR überlassen... zum Glück :top: :top: :top:
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Beitrag von Lisa » 21.11.2013, 10:03

Warum versuchst du es nicht mal mit der Homöopathie. Es gibt bestimmt einen Tierarzt in deiner Nähe der dir helfen kann, oder auch in der Terriergruppe deiner Stadt kannst Du Hilfe finden.

Ich versuche es immer zuerst auf homoöpatischer Basis. Es sei denn es ist etwas wirklich akutes.

<abbr title="Viele Grüße">VG</abbr> Lisa & die Diebe
Ein Hund gehört niemandem. Nur seine Freundschaft und seine Möglichkeit zu lieben erlauben ihm zu verschenken, was niemandem gehört. ( Maike Maja Nowak)

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Beitrag von Sylvie » 21.11.2013, 15:25

Die Entscheidung liegt natürlich bei dir, aber ich möchte dir gerne in ein paar kurzen Sätzen auch unsere Geschichte erzählen.

Diras erste Hitze lief relativ unproblematisch ab (bis auf viel Blut und ihre Unfähigkeit, sich selber sauber zu halten). Die Scheinträchtigkeit war auch gar nicht so dramatisch. Doch mit jeder Hitze wurde es bei ihr stärker (so wie bei deiner). Zum Schluss war der Hormoncocktail so intensiv, dass sie in einer Dauerläufigkeit verfiel. Das war für sie und uns die absolute Hölle. Es blieb uns nichts anderes übrig, als sie kastrieren zu lassen (und das natürlich in der Läufigkeit, da sie ja nicht mehr aufhörte). Die OP war sehr riskant, aber erfolgreich. Und heute bin ich sehr froh, diesen Schritt gemacht zu haben. Ich ärgere mich nur, dass ich so lange gewartet habe und sie letztendlichwährend der Läufigkeit operiert werden musste. Ich war immer gegen Kastration, aber dadurch hat sich meine Meinung stark verändert.
Liebe Grüße von Sylvia, Prinzessin Rennsemmel Dira (geb. 20.08.2007) und Westie-Dame Elli im Herzen (26.05.1997 - 30.08.2010)

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Beitrag von steffi » 21.11.2013, 15:47

Christina, eventuell bin ich gefühllos oder als Halterin eines Rüden ohne das erforderliche Einfühlungsvermögen oder ohne die nötige Erfahrung, aber, was meinst Du denn mit "ihr antun"? Du ziehst doch Tiffy nicht das Fell über die Ohren, sondern rückst nur den Hormonhaushalt gerade :? . Was sagt denn Dein Tierarzt? Sylvies Schilderung über Dauerläufigkeit ist aber doch auch ein abschreckendes Beispiel!
Ich will Dich bestimmt nicht überreden, aber für mich zB war sofort glasklar, dass Duncan kastriert wird, nachdem feststand, dass er an einer krankhaften Prostatavergrößerung litt. Klar, er hätte Hormone bekommen können, aber wozu? Er war sehr krank, Rückfall immer möglich, eventuell Krebs, er war alt genug, sollte nie in die Zucht, also Schnipp-Schnapp und seit dem habe ich einen gesunden Hund.
Ein Name ist innerhalb eines Forums offener und freundlicher als ein Pseudonym.
Steffi

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Beitrag von Dorothea » 21.11.2013, 16:46

Hallo Christina

Zum Namen in diesem Forum, hier ist es üblich dass wir uns mit Namen anreden können, so ist es etwas persönlich und auch netter. Viele von uns kennen sich auch persönlich von den Manchester-Terrier Treffen und man weiss welcher Hund und Mensch dahinter steht. Ich finde das sehr schön auch der Umgang und gegenseitige Respekt schätze ich sehr.

Zu Tiffy wäre es mein Hund, ich würde nicht zögern sie zu kastrieren. Sprich doch mal mit deinem Tierarzt. Hunde empfinden die Kastration nicht so wie wir Frauen/Männer im Gegenteil, jede erwachsene Hündin die ich kastrieren lassen musste hat sich danach viel wohler gefühlt. Deine Hündin ist ja erwachsen so dass nicht die Gefahr besteht dass sie juvenil bleibt. Indra musste ich mit 15 Monaten kastrieren lassen infolge sehr schwerer Gebärmuttervereiterung, sie ist nie erwachsen geworden. Entsprechend ist auch ihr Verhalten.

Liebe Grüsse
Dorothea

Laika, Indra und Loona
und im Herzen Laila 20.7.1997-12.1.2011
und Bienchen 01.01.2000-31.08.2015


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