Die Manchester-Terrier sind m.E. gerade deshalb so "besonders", weil sie mehrere Seelen in ihrer Brust haben.
Windhund- und Terriererbe, wenn man so will.
Und man weiß nie so ganz im Voraus, wer sich in der nächsten Minute durchsetzt.
Auch unter den MTn habe ich schon "Träumerle" kennengelernt.
Und die Ahnen sind ja nicht ganz unschwierig - Windige, die selbständig auf Sicht jagen, und, nun ja, die echten Nur-Terrier.
Letztere, die Jahrhunderte hindurch auf selbständige Entscheidungen gezüchtet wurden (auch Dackelbesitzer können davon ein Liedchen pfeifen
) - man kann im Bau eben nicht erst Herrchen fragen, wie's weitergehen soll - und nicht alle Hundeentscheidungen gefallen uns, sind ungefährlich oder situativ wünschenswert, sind in Sachen Gehorsam wesentlich mühsamer als z.B. ein schon immer mit Menschen zusammenarbeitender Hütehund.Im Extremfall hast Du mit dem Manchester-Terrier offensichtlich einen Hund mit der Schnelligkeit und dem Sichtvermögen des Windhundes, gepaart mit Eigensinnigkeit und Jagdtrieb z.B. des "alten" Welsh Terriers, der als Arme-Leute-Hund ja bei Bedarf auch noch lautlos (also "hinterlistig") agiert. (
Vielleicht aber hast Du auch nur die Windhundeleganz und die Anhäglichkeit im Päckchen.
Oder so jede denkbare Nuance dazwischen.
Aber ich dachte immer, gerade das reizt so an der Rasse?
Allerdings - und ich will Dir das ja auch beileibe nicht unterstellen - wissend um das "schwere Erbe", sehe ich es als Verantwortung des Menschen, die daraus resultierenden Gefährdungen möglichst gering zu halten.
Freilauf am Straßenrand?
Niemals bei einem Hund, der so viel Jagdtrieb von sämtlichen Seiten seiner Ahnen mitbekommen hat - 99 Mal geht's gut, und dann wird er überfahren, weil da "diese besonders eklige Nachbarskatze" saß...



