Manchester Terrier als Zweit Hund

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Rina20_09
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Manchester Terrier als Zweit Hund

Beitrag von Rina20_09 » 20.12.2013, 12:05

Hallo zusammen,

bin mir gar nicht sicher ob ich hier richtig bin. Wir suchen einen zweit Hund für unsere Pinscher. Der Manchester Terrier hat Uns schon immer Interessiert, allerdings sind wir durch einen Bekannten dann auf unseren Zwergpinscher gekommen, der auch erst seid September bei uns nun Lebt. Aber für uns stand es schon vorher fest das es bei einem Hund nicht bleibt!

Meine Frage an euch wäre nun, ob der Manchester Terrier nun wirklich so schwer zu erziehen wäre? Unser Pinscher ist da nämlich recht einfach. Viele staunen nicht schlecht das ein kleiner Hund so fein hört, wenn man mal von der Pubertären Ausbrüchen absieht :D. Wäre ja super wenn sich der nächste Bewohner sich das auch fein abgucken würde.


Wäre jedenfalls toll wenn Ihr mir vielleicht etwas über Eure Hunde erzählen würdet. Ob die Beschreibung auch wirklich auf diese Hunde so zutrifft.

Achso ebenfalls noch eine blöde Frage, wie schwer wird den in der regel ein Manchester-Terrier?

<abbr title="Liebe Grüße">LG</abbr> :wink:

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markus
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Beitrag von markus » 20.12.2013, 12:58

Hallo <abbr title="Liebe Grüße">LG</abbr>,

je nach Fütterungsverhalten des Besitzers kommt ein Manchester Terrier auf 8 bis 12 kg, Jungs in der Regel mehr als Mädels.

In Sachen Erziehung ist ein älterer Hund immer eine gute Sache und vereinfacht vieles, aber der sollte dann schon das Flegelalter hinter sich haben (ab ca. 2 Jahren). Allerdings wird ein Zwergpinscher kaum als Rudelführer für einen Manchester Terrier dienen können.

Alle unsere Manchester Terrier sind und waren mehr oder weniger Drecksäcke, Arschlöscher und kleine Tyrannen. Wenn der Besitzer da nicht konsequent die Führungsrolle übernimmt hat man das ganze Jahr über Fasching im Haus.
Sie können aber auch lieb und lammfromm sein... wenn Sie Futter wollen. Bestechlich sind sie also auch...

Prüfe daher gewissenhaft, ob Du bereit bist einem Manchester Terrier die Stirn und dennoch ein liebevolles Zuhause zu bieten.
Die Hoffnung, daß er statt (Leit-)Wolf ein folgsames Lämmchen wird solltest Du aufgeben.

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Beitrag von dietutnix74 » 21.12.2013, 10:46

Guten Morgen,

also mein Bub wiegt 10,5kg und lebt mit einer Mailinois-Dame zusammen. Vorher mit einer Dobermann-Greyhound-Mix Dame und einem Kangal-Mix.

Mein Zwerg ist sehr führig und hundeführerweich.

Natürlich ist er frech und vor allem schnell. Während langsamere Hunde noch über Unfug nachdenken, führt er diesen schon in der Nachbargemeinde aus. Grundsätzlich lässt er sich aber ohne viel Trotz Dinge verbieten. Wenn ich halt schnell genug bin ;-)

Als Spielpartner für einen Mali ist er fast ein bissl zart bzw. sie zu rumpelig. Trotzdem haben sich beide arrangiert.

Aber wenn ich ehrlich bin, war die Rüpelphase die Hölle ;-) Ich war heilfroh, dass mein alter Rüde so ruhig und konsequent miterzogen hat. Bis heute hat der Zwerg einige Eigenschaften übernommen, die eigentlich Herdenschutzhunde-typisch sind :-D
Solange Menschen glauben, dass Tiere nichts fühlen, solange müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.

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Beitrag von Sula » 22.12.2013, 06:56

Hi,

wenn ich Dich richtig gelesen habe, habt Ihr jetzt den Pinscher und den kleinen Zwergpinscher - also zwei Hunde.

Wollt Ihr noch einen dritten Hund?
Warum fragst Du nach dem Gewicht, hat es eine Bedeutung für Euch?

Wäre schön, wenn Du noch bissel schreiben kannst. Stell ruhig auch konkrete Fragen!

Der Manchester-Terrier ist kein einfach zu händelnder Hund und jeder einzelne kann, rasseunabhänig, sehr speziell sein und sehr unterschiedlich auf Situationen und Reize reagieren.
Ich hab zwei Hündinnen und sie sind so unterschiedlich in ihrem Wesen.
Viele Grüße Steffi mit Rübe Ruby, Drachenkind Wanda und Sula für immer im Herzen.


Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.
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Beitrag von Rina20_09 » 22.12.2013, 17:26

Wir haben nur einen Zwergpinscher Rüden, und diesen wollen Wir vergesellschaften.

Denke einfach sind die meisten Hunde wohl in den ersten 1 2 Jahren sowieso nicht, wenn man mal von unseren Zwergpinscher absieht. Ist für uns der erste klein bleibende Hund den Wir nun haben. Hatten davor einen lieben aber auch anstrengenden Pit Bull Mix.

Ich wünsche mir nur einen Freund und Spielgefährten für unseren ZP an dem er sich auch etwas orientieren kann.
Wir selber haben einen Manchester-Terrier so noch nie Live bestaunen können, daher auch die frage wegen dem Gewicht, da man sich übers Netzt erstmal schlau gemacht hat, und diese tollen Hunde ja nur bisher auf Bildern gesehen hat, und dort wirken die Hunde immer viel größer :confused:.

Wenn er wirklich so schwierig zu händeln ist werde ich mir das auf jedenfall nochmal durch den Kopf gehen lassen, da wir auch einen kleinen Sohn von 2 Jahren haben. Und das mit zwei Hunden ja so oder so nicht einfacher wird!!

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Beitrag von Sula » 22.12.2013, 18:20

Ok, jetzt hab ich Dich verstanden, entschuldige meine etwas längere Leitung.

Ich kann Euch nur empfehlen, ja Euch wärmstens ans Herz legen: Bitte schaut Euch die Hunde erst einmal in Natura an! Nicht auf einer Ausstellung sondern idealerweise bei einem Spaziergang, vielleicht findet Ihr ja jemanden in Eurer Nähe mit Manchester-Terrier`s. Wenn nicht, macht mal Urlaub im Schwarzwald und kommt uns besuchen! :wink:

Ich hab zwei Hündinnen und wollte auch nicht, dass Ruby allein bleibt. Sie soll Gesellschaft eines Artgenossen auch in unserem "Menschenrudel" haben. Aber bitte glaube nicht, dass die Hunde dann Spielpartner sind oder werden und sich schön miteinander beschäftigen... das funktioniert in den seltensten Fällen.
Dein erster Hund sollte eine enge und stabile Bindung zu Euch haben, gut erzogen sein und stabil in seinem Wesen.
Wenn Du Dir einen zweiten, gar noch einen Welpen ins Haus holst, sollte möglichst alles stimmen zwischen Euch und dem Ersthund.
Der Neue wird sich jede Macke vom Ersthund abgucken und die Probleme werden zunehmen.
Bedenke auch, dass zwei Hunde nicht weniger sondern mehr Zeit erfordern, mehr Geld kosten und es logistisch nicht immer einfacher wird, gerade wenn Ihr ein Kleinkind daheim habt.

Ich will es Dir nicht ausreden (den zweiten Hund) aber es wird alles ganz anders werden als Du es Dir jetzt vielleicht ausmalst!

Wenn Du Dir einen Welpen ins Haus holst, hast Du immer ein kleines Überraschungsei - egal welche Rasse - selten wird ein Hund exakt dem Rassestandard entsprechen.
Jeder Hund hat seine ureigene Persönlichkeit und individuelle Anlagen und wie er sich entwickelt hängt sehr vom Menschen ab, bei dem er im Rudel lebt. Frag Dich bitte ganz ernsthaft und ehrlich: "Bin ich eine ruhige, stabile Persönlichkeit? Hab ich die nötige Gelassenheit für einen Powerhund mit Schläue? Lass ich mich nicht so schnell aus der Fassung bringen? Handle ich in Ausnahmesituationen überlegt und gelassen? Habe ich genug Geld auf der Kante um neue Möbel, Schuhe und Tierarztrechnungen - nicht nur meine eigenen - zu bezahlen? Habe ich genug Zeit und Geduld und einen langen Atem in konsequent liebevoller Erziehung?

Wenn Du Dich hier ein bissel durchs Forum liest, wirst Du sicher das eine oder andere finden, was Dir weiterhilft.
Darfst mir auch gern eine PN schicken wenn Du möchtest.

Ich bin total verliebt in meine beiden Mädels - aber sie fordern mich jeden Tag und sie fragen nicht, ob ich mal keinen Bock habe. Mein Kind ist schon erwachsen und ich könnte mir nicht vorstellen, jetzt noch ein zweijähriges Menschenkind zu haben, dass meine Aufmerksamkeit fordert (die mit den Jahren nicht weniger wird :wink: )
Viele Grüße Steffi mit Rübe Ruby, Drachenkind Wanda und Sula für immer im Herzen.


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Beitrag von Sylvie » 30.12.2013, 15:21

Ein Kleinkind, ein Zwergpinscher und ein Mänchi? Da nimmst du dir ja einiges vor. :D

Ich habe ein fast 3-jähriges Menschenkind und eine 6-jährige Mänchi-Dame und das reicht mir vollkommen.

Mein Bruder hat einen einen 14 Wochen alten Welpen (Jack Russell x Rauhaardackel), der echt Power hat. Ich habe noch nie einen Welpen so lange durchhalten gesehen (mal abgesehen von den Mänchis). Aber auch da hatte Dira den längeren Atem. Sie hat Anna immer noch zum Spielen aufgefordert, da war die Kleine schon kaputt am Boden.

Mein Schwager hat mal laut getönt: "Euren Hund mach ich jetzt mal platt, der schläft heute Abend gut." Und was war? Nach einiger Zeit kam er schnaufend an und der Hund lief fröhlich mit dem Ball hinterher und wollte mehr.

In der Hundeschule sollten wir unsere Hunde mit einem Spielzeug mind. 3 Minuten lang beschäftigen. Die wenigstens haben das geschafft. Nach 10 Minuten sagte der Trainer dann zu mir, ich solle doch jetzt mal meinen Hund wieder zur Ruhe bringen.

Das sind nur ein paar Beispiele dieser Art, wie viel Power so ein Mänchi haben kann. Und ich muss dazu sagen, dass Dira noch ein eher ruhiger Vertreter ist.

Ich will dir auch nix ausreden, aber die anderen haben schon defitiniv recht. (Besonders Markus, die Beschreibung triffts auf den Punkt :rofl: ) Das sind kleine Powerpakete mit hoher Intelligenz und dem muss man sich bewusst sein.

Versucht doch am Besten wirklich mal, euch mit Manchester Haltern zum Spaziergang zu treffen. Dann seht ihr vielleicht auch schon, was euer Zwergpinscher dazu sagt. Ich war damals auf dem Happening, bevor wir uns für einen Manchester entschieden haben. Aber es war 2007 auch gerade nicht allzu weit weg.
Liebe Grüße von Sylvia, Prinzessin Rennsemmel Dira (geb. 20.08.2007) und Westie-Dame Elli im Herzen (26.05.1997 - 30.08.2010)