Alarm im Napf

Futter, Futterergänzung
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Alarm im Napf

Beitrag von modi » 04.09.2008, 14:34

Nicht schlecht der Bericht. Finde ihn gut recherchiert, sehr sachlich, schreibstil auf höchstem Niveau. :grrrr:

Erschienen im Spiegel, abgetippt von einem User aus einem Barfer-Forum, also bitte Rechtschreibfehler ignorieren.

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Quelle: Frank Thadeusz, "Alarm im Napf", S. 173, Der Spiegel, Ausgabe 36/2008

Alarm im Napf
Mit wachsender Begeisterung verfüttern Hundehalter rohes Fleisch an ihre Tiere. Forscher warnen: Es drohen fatale Folgen für Hund und Mensch.

Dem Wolf beim Fressen über die Schulter zu schauen scheint wenig ratsam. Die Prozedur sieht einfach zu unappetitlich aus: In wüster Gier verschlingt der Räuber seine Beute mit Knochen, Haaren und Gedärm. Nach der Völlerei leidet er zunächst an Dünnpfiff. Erstaunlich also, dass die Besitzer von Yorkshire-Terriern, Pudeln oder Labradoren für ihre Lieben in wachsender Zahl ein Futterprogramm einfordern, das jenem des Hundeherrn entspricht.
Wie der Wolf sollen seine häuslichen Artgenossen demnach vor allem rohes Fleisch und Gemüse vertilgen. Die Methode nennt sich <abbr title="„Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter)">BARF</abbr> (Biologisch artgerechte Rohkostfütterung) und wird in Deutschland immer beliebter.
Schöpfer dieser Futterideologie ist der australische Veterinär Ian Billinghurst. Nach eingehender Beobachtung gichtiger und hüftlahmer Hunde gelangte der Viehdoktor zu der Erkenntnis, dass modernes Trockenfutter die GEsundheit der Tiere ruiniert. Rettung verheiße einzig eine stramme Rohkostdiät, wie sie der in den Wäldern umherstreifende Canis lupus gemäß seiner Natur bevorzugt.
Seit Billinghurst seine Einsichten in einem zum Bestseller avancierten Buch publizierte, "<abbr title="Ernährung mittels 'Bones And Raw Food'">barfen</abbr>" Tierhalter in aller Welt fleißig um die Wette. Dass Tierärzte zumeist von dem Treiben abraten, bringt die Apostel der Frischkost in Wallung: "Wie wurden wohl die ersten domestizierten Hunde gefüttert? Sicher nicht mit Frolic!", meint ein Mitglied von DogForum.de im Internet.
Skeptiker werden denn auch rasch verdächtigt, mit den Monopolisten der Futtermittelindustrie zu kooperieren. Denn linientreue Barfer kaufen ihre Kost nicht bei Fressnapf&Co sondern beim Schlachter und auf dem Gemüsemarkt.
Wenngleich deutlich kostspieliger und aufwendiger, rechtfertigen angeblich wundersame Erfolge die Mühen: kränkelnde Köter verwandeln sich dank <abbr title="„Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter)">BARF</abbr> in kerngesunde Wildfänge. Dass sich die behauptete Wunderkur wissenschaftlich kaum unterfüttern lässt, ficht die Rohkostfans nicht an.
"Mir ist keine Studie bekannt, welche die positiven Effekte des Barfens belegen würde", sagt Joseph Kamphues, Direktor des Instituts für Tierernährung der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Der gegenwärtig zu beobachtende Eifer der Barfologen trage nahezu religiöse Züge. "Das ist eine Glaubensfrage", konstatiert der Wissenschaftler.
Weit schlimmer: Diverse Untersuchungen zeigen, dass diese Modeerscheinung fatale Folgen für Hunde und Halter haben kann. "Man holt sich mit dem rohen Fleisch Dinge ins Haus, die man gar nicht haben will", warnt Kamphues.
Kanadische Veterinärmediziner fanden in verschiedenen Analysen heraus, dass die rohen Leckereien für Hunde häufig mit Salmonellen verunreinigt sind - Alarm im Napf. Inindustriell hergestelltem Trockenfutter sei die Zahl entdeckter Bakterien hingegen gleich null.
Einem Salmonellen infizierten Hund aber drohen Durchfall, Erbrechen oder gar der Exitus. Beunruhigender noch, dass die für den Menschen hoch ihnfektiösen Krankheitserreger sich mindestens sechs Wochenlang im Hundekot finden - selbst wenn die Tiere überhaupt keine Symptome zeigen.
Die Verbreitung der Erreger gelingt mühelos, wenn zahlreiche Haushunde die Gelegenheit erhalten, ihre Fäzes in Ehebetten und Sofaecken zu verschmieren. Doch selbst bei vergleichsweise rigider Haltung des Hundes besteht GEfahr - etwa wenn die Tiere nach Verzehr kontaminierter Innereien die Hand ihres Herrchens lecken. Nicht minder heikel, wenn sich Kinder unwissentlich in Spuren des Fraßes suhlen, die der Kläffer auf dem Küchenboden verschlabbert hat. Schon das Befüllen des Napfes und unachtsames Hantieren mit dem Frischfleisch bergen ein Risiko.
"Es gibt einen Mangel an Informationen darüber, wie die Rohkostdiät die Gesundheit von Tier und Mensch beeinträchtigenkann", kritisieren jetzt Wissenschaftler des Ontario Veterinary College in einer Studie. Die Forscher fordern eine strenge Unterweisung der <abbr title="„Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter)">BARF</abbr>-Adepten in häuslicher Hygiene - insbesondere wenn Kinder und ältere Menschen im Haushalt leben.
Den offenkundigen Risiken zum Trotzbeharren die Parteigänger Ian Billinghursts darauf, dass jeder Dackel fressen und verdauen müsse wie ein Wolf. Dass der Verdauungstrakt des Haushundes nach etwa 15000 Jahren der Domestizierung und nach zahllosen Überzüchtungen noch viel Ähnlichkeit mit der Darmtätigkeit des Wolfes aufweist, bezweifeln Kritiker des <abbr title="„Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter)">BARF</abbr>-Kults allerdings.
Und wo ist der Mediziner, der jemals jene mysteriösen Verdauungsenzyme dingfest gemacht hätte, die nach Behauptungen der <abbr title="„Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter)">BARF</abbr>-Anhänger im Hundeleib durch auf über 80 Grad erhitzte Speisen zerstören würden? "Im Gegenteil ist es so, dass Fleisch und Gemüse durch das Kochen auch für Hunde besser zu verdauen sind", sagt Ernährungsexperte KAmphues.
Womöglich lässt die noch vergleichsweise junge Bewegung erst von ihrem Tun ab, wenn sich Hiobsbotschaften wie jene von DeineTierwelt.de-Nutzerin "Ines" häufen: "Ich barfe jetzt seit circa zwei Wochen", tat die Hundenärrin kund - doch es geschehe mit zweifelhaftem Erfolg. Ihr "Chester" sei von rohen Fressen deutlich abgemagert. Besorgt berichtet sie dem Publikum: "Seine Rippen und Hüftknochen kann man ganz doll fühlen."
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Liebe Grüsse,
Max

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Beitrag von modi » 04.09.2008, 15:09

Ich bin ehrlich froh, dass dieser Bericht erschienen ist! Endlich bringt es mal jemand auf den Punkt. Da können die ganzen Barfer schreien wie sie wollen, auch ich bin bzw. war einer, aber das war einmal!!

Und eins weis ich, ich werde jetzt auf alle Fälle Vegetarier, denn rohes Fleisch kommt mir nicht mehr ins Haus. Und jedem Metzger sollte man mal die Meinung geigen, was die uns da verkaufen, das ist ja eine Frechheit. Ein Wunder nur, dass die überhaupt selber noch leben. Ich bin echt froh, dass ich bisher von solchen Krankheitserregern verschont geblieben bin, eigentlich seit meiner Kindheit haben wir bei uns Zuhause Fleisch gegessen. Und meine Eltern waren immer so verantwortungslos und haben es roh mit nach Hause gebracht und auch noch in den Kühlschrank gelegt :omann: Wie konnten die nur sowas tun, wo es doch gerade für Kinder so gefährlich ist!

Und man muss sich mal vorstellen, nach jeder in wüster Gier verschlungener Beute hat der Wolf Durchfall. Und so soll man seinen Hund füttern? Muss jetzt echt mal im Garten nachsehen, irgendwo müssen meine ja auch hingemacht haben, und dass jeden Tag....ich dreh durch!!

War gerade auch im Schlafzimmer und hab das Bett und auch im Wohnzimmer unser Sofa kontrolliert. Wilson und Katie habe ich natürlich sofort vom Sofa gejagt, haben die mir nun doch seit wir sie haben unser Bett und Sofa mit "Fäzes" verschmiert. Echt, es ist ein wunder dass ich noch lebe.

Ich fordere jetzt auch wie in dem Bericht, nicht zuletzt für mich, dass alle die ihre Hunde frisch ernähren, also die <abbr title="„Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter)">BARF</abbr>-Adepten, endlich einmal eine gründliche hygienische Einweisung bekommen. Endlich bringt das mal einer auf den Punkt. Mich grausts schon lange, so wie ich lebe, aber endlich zeigt einer mal wissenschaftliche Aspekte auf. Was mich anbelangt so werde ich dies in der Zukunft mit Sicherheit verändern und reinlicher werden -> kein rohes Fleisch kommt mir mehr ins Haus, Punkt :schlaumeier:

Puh, und ich hab auch noch das Zeugs in die Hundenäpfe getan, und auch das ist laut diesem Bericht ja gefährlich oder birgt zumindest ein gewisses Risiko. Wieso hat mir das niemand zuvor gesagt, frage ich. Seit über 2 Jahren lebe ich nun mit diesem Risiko, wäge mich aber in Sicherheit, weil mich kein Mensch darüber aufgeklärt hat.

Und erste Hiobsbotschaften gibt es auch schon, der arme Chester. Dass das alles aus dem Zusammenhang gerissen wurde und der kleine Chester auch schon zu <abbr title="Trockenfutter">TroFu</abbr>-Zeiten immer die doppelte Menge bekam und trotzdem abnahm, tut meiner Meinung nichts zur Sache!! Die Frau hat ihren Hund gebarft und er hat nach 2 Wochen <abbr title="Ernährung mittels 'Bones And Raw Food'">barfen</abbr> abgenommen gehabt. Ja wie viele Beweise braucht ihr den noch :doof: Ich nehme das sehr wohl sehr ernst. Und jetzt, wenn ich mir Wilson und Katie so ansehe...die sehen echt schlecht aus.

Also mir hat dieser wissenschaftlich fundierte Bericht ein für alle Mal die Augen geöffnet. Ich kann nur hoffen, dass auch alle anderen aufwachen und endlich diesem Wahn entrinnen können!!!

Ganz besorgte Grüsse,
Max
Liebe Grüsse,
Max

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Beitrag von Franziska » 04.09.2008, 15:41

Äh - was ist denn hier los? Was ist denn das für ein hysterischer Anfall ... und was für ein unqualifizierter Artikel! Schlecht bis gar nicht recherchiert und völlig emotional statt sachlich.

Schau Dir lieber an, wer die Hauptanzeigenkunden und Mäzene von Medien und Tierunis sind - große Tierfutterkonzerne.

Zudem gibt es einen Unterschied zwischen <abbr title="Ernährung mittels 'Bones And Raw Food'">barfen</abbr> und <abbr title="Ernährung mittels 'Bones And Raw Food'">barfen</abbr>. Ab und an rohes, frisches Fleisch oder ausschliesslich rohes frisches Fleisch zu geben ist keine artgerechte Ernährung für Hunde!

Lies mal "Katzen würden Mäuse kaufen" - dann weisst Du gar nicht mehr, was Du füttern sollst.

Wir Teil-<abbr title="Ernährung mittels 'Bones And Raw Food'">barfen</abbr> seit Jahren (allerdings mit recht guter Hygiene) - dazu gehört übrigens auch halb vergammeltes Fleisch, was Du nur draussen füttern und mit Wäscheklammer auf der Nase schneiden kannst - und sowohl sämtliche Hunde als auch wir sind top-fit. Teil-<abbr title="Ernährung mittels 'Bones And Raw Food'">barfen</abbr> heisst : ja, bei uns gibt es auch Trockenfutter, aber nur kaltgepresstes. Ich stehe nicht 2 Std. täglich am Herd um für die Hunde zu kochen und alle sehen tip-top aus und vor allem tip-top gesund. So gesund, dass ich sämtliche Arthrose- und andere Präparate absetzen konnte.

Was will ich mehr? Der Tierarzt sieht mich so gut wie gar nicht mehr und ich hab fröhliche, schöne Hunde.

Meiner Meinung nach ist das Ganze keine Glaubensfrage, sondern eine Bildungs- und Faulheitsfrage.
Franziska

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Beitrag von Ynys Daeargi » 04.09.2008, 18:03

@ Franziska

M.E: ist das aber sehr wohl eine Glaubensfrage!
So ähnlich wie Radfahren. :mrgreen:

Niemand würde bezweifeln, daß Radfahren sinnvoll ist, aber manche tun’s nicht, können’s nicht oder wollen’s nicht. Das sind dann Autofahrer und folglich schlechte Menschen. Die Radfahrer hingegen sind bessere Menschen und im Recht.
Als Raucherin wirst Du noch weitere Phänomene dieser Art kennen. :wink:

Wenn ich mich an die <abbr title="„Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter)">BARF</abbr>-Diskussion im Züchterforum und anderenorts erinnere, kommt mir das kalte Grausen.
Nicht, weil ich verhindern will, daß Hunde rohes Fleisch kriegen.
Und auf das Sponsoring der Futtermittelindustrie warte ich noch heute! :?
Aber es geht doch letztlich darum, daß Hunde das für sie richtige, also gutes Futter bekommen.
Roh, selbstgekocht, <abbr title="Trockenfutter">TroFu</abbr> oder FeuFu.
Frolic steht ebensowenig zur Debatte wie Schlachtabfälle aus der Abdeckerei. Pferdefleisch von zu Tode therapierten Gäulen ist roh, gekocht und im <abbr title="Trockenfutter">TroFu</abbr> für den Hund schädlich.

Es gibt gutes <abbr title="Trockenfutter">TroFu</abbr> (nein, nicht das aus der Werbung vor dem Hauptfilm), gutes Fleisch und gute Futterbeigaben. Das sollte man Hund gönnen.

Zu meinem Ärger sind es nur die Barfer, die glauben, den alleinseligmachenden Napf (so eine Art Gral! :roll: ) zu besitzen. <abbr title="Trockenfutter">TroFu</abbr>-Fütterer sind meist etwas demütiger, sie sind ja „Autofahrer“…

Eine Frau, die ich sehr schätze, macht sich sehr viel Mühe und barft ihre Hunde (große Rasse). Sie betreibt das mit Liebe, Verstand, immensem Wissen – und sie ist nicht berufstätig. Finde ich toll. Würde ich vielleicht auch so machen wollen. Muß nur meine Hundis und mich selbst finanzieren, bin also zeitlich knapp dran. Und <abbr title="Ernährung mittels 'Bones And Raw Food'">barfen</abbr> mit Fertigprodukten, bei denen keiner weiß, was wirklich drin ist, finde ich inkonsequent bis zum letzten. Auch wenn es Zeit spart.

Meine Hunde fressen alles, was gut ist – auch roh, auch selbstgekocht.
Ich esse Salat, Obst, rohes Fleisch, rohe Leber – aber ich bin sicher kein Rohköstler (auch wieder so eine „Religion“), sondern ich esse auch Gekochtes, Geräuchertes, Frittiertes (mmmh, Pommes :oops: ) – und auch Tütensuppen, wenn mir danach ist oder es auf Reisen mal nicht anders geht.

35.000 Jahre haben Hunde unsere Essensreste gemampft, Fallobst und Gras gefressen und sich via Rattenfang selbst gebarft. Diese Mischung soll falsch sein? Glaube ich nicht.
Der Hund ist nun mal kein Wolf mehr – und wir sind keine Affen!

(ähemm, obwohl mir da heute so ein paar Leute begegnet sind, bei denen ich mir hinsichtlich der letzteren Aussage nicht mehr so sicher bin... :rofl: )
Carsta

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Beitrag von Arthur » 04.09.2008, 18:25

:schlaumeier: Max hat noch eines vergessen: GIB NIEMALS EINEM FREMDEN HUNDEHALTER DIE HAND! (Deshalb bin ich ja auch so gern hier im Forum, das ist wenigstens hygienisch!) Und wenn es doch mal versehentlich passiert ist, dann halte sie weit vom Körper weg, renne schreiend nach Hause und weiche sie mindestens 1 Stunde lang in Sagrotan ein, wobei du unablässig Salmonellen-Bannflüche murmelst!

Gut, dass Merlin ein fleißiger SPIEGEL-Leser ist und deshalb mehr weiß: Er verlangt schon seit einer Weile, dass ich ihm die Puten- und Hühnerhälse koche (echt!). Die 5 Kilo Gemischtes, die ich gerade eben beim Hundefleischer gekauft habe, werde ich jetzt natürlich irgendwem schenken, dem ich Böses will! :twisted:

Arthur,
der jetzt erstmal den Kot aus dem Bett kratzen geht *pruuust*

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Beitrag von Niki » 04.09.2008, 18:52

:confused:
Vielleicht hätte Max seinen Beitrag als ironisch kennzeichnen sollen, sonst kauft's ihm tatsächlich noch jemand ab. Der Artikel ist doch wirklich so blöd, dass er schon nicht mehr beachtet gehört...

@ Arthur: :rofl:

Dann werde ich jetzt mal meine Hunde quälen gehen. Die jammern schon ganz herzzerreißend, weil sie gleich den unhygienischen Pansen fressen müssen :wink: .

(Wobei ich gestehen muss, selbst zerlegen tue ich so ein 10-kg-Monster von Pansen nie wieder, was für eine Schinderei :oops: ).

<abbr title="Liebe Grüße">LG</abbr>
Niki

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Beitrag von Susanne » 04.09.2008, 19:50

Muss dem Max völlig Recht geben, ich füttere meinen Hunden deswegen schon lange nur noch keimfreie Astronautenkost frisch importiert von der NASA. :omann: Hat natürlich seinen Preis :twisted: dafür sind aber die Häufchen wie Karnickelköttel die man vom Bürgersteig pusten kann :rofl: :puke:
:mrgreen:
Unter hundert Menschen liebe ich nur einen, unter hundert Hunden neunundneunzig.
Liebe Grüße
Susanne

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Beitrag von modi » 04.09.2008, 20:06

Entschuldigt bitte, falls es jemand falsch aufgefasst hat -> mein Posting war NATÜRLICH ironisch gemeint!

Dachte bei dem Quatsch, dass dies eh jeder so auffast! Sorry!
Liebe Grüsse,
Max

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Beitrag von Arthur » 04.09.2008, 20:17

Niki hat geschrieben:Der Artikel ist doch wirklich so blöd, dass er schon nicht mehr beachtet gehört...
Wird er aber offensichtlich! Gerade kam wohl ein sehr ähnlicher Warn-Bericht im Fernsehen, jedenfalls rief mein Vater an und fragte mich, ob ich "von dieser neuen <abbr title="„Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter)">BARF</abbr>-Welle schon mal was gehört habe"? *hihi*


@Niki: Wo zerlegt man 10 kg Pansen? Auf der Terrasse?

Grüße,
Arthur

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Beitrag von Isabell » 04.09.2008, 21:15

Hey!

Ich denke, meine Meinung muss ich dazu nicht mehr äußern...ihr kennt mich ja jetzt schon ne Weile! :roll: :mrgreen:

Ich bin überzeugter Hardcore-Barfer!!! :bana:

Seit ich barfe, war ich nicht ein Mal beim Tierarzt (außer Routine-Untersuchung)...sicherlich, andere, die <abbr title="Trockenfutter">TroFu</abbr> füttern vielleicht auch nich, aber... 8)

Ich finde diesen Text einfach nur lächerlich... :rofl: :scream:

...und, wenn man schon so einen Artikel schreibt, dann sollte man doh wissen, dass Hunde schon Salmonellen im Körper haben...und trotzdem nicht krank werden! Oh Wunder....ich werde gleich das <abbr title="Ernährung mittels 'Bones And Raw Food'">barfen</abbr> aufgeben und zum Tierarzt rennen, ne chemische Keule verpassen! *Achtung Ironie* :doof: :frech:


Wünsch euch noch nen schönen Abend! :wink:
Liebe Grüße von Gino, Jason&Isa!
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Beitrag von Franziska » 05.09.2008, 07:36

:mrgreen:
So ganz sicher war ich mir da zuerst nicht - hätte mich bei Dir schon gewundert, aber man weiß ja nie.

<abbr title="Liebe Grüße">LG</abbr>
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Beitrag von modi » 05.09.2008, 10:36

Franziska, du hast natürlich Recht und mir ist auch klar, was hinter solchen "Anzeigen" stecken kann.
Leider ist es nur so, dass wohl der Großteil der Leser diese Darstellung kritiklos als gegeben und richtig hin nimmt. Das finde ich einfach schade, aber andererseits ist das ja leider auch bei vielen Dingen der Fall und dies stellt ja auch die Macht der Medien dar.

Ob die Ernährung nicht doch auch eine Glaubensfrage ist, da bin ich mir gar nicht so sicher. Und zwar Glaubensfrage in Form von "ich glaube etwas". Was anderes ist es ja bei den meisten gar nicht, man glaubt was man liest, hört oder über die Medien erfährt und dies ist dann das, was wir "wissen" und dementsprechend werden dann die Handlungen gesetzt. Aber gerade in solchen Fragen halte ich es für wichtig, echtes Wissen (Erfahrung aus eigener Erkenntnis) aufzubauen.

Natürlich hat es sehr wohl, wie du auch richtig sagst, mit der Bildung zu tun - das bedeutet aber keinesfalls dass die eine oder andere Fütterungsart einen höheren Bildungsstand voraussetzt - , besser als Bildung passt vielleicht, dass es mit dem Wissensstand im Gebiet der Ernährung und der eigenen Lebenseinstellung und Lebenserfahrung auf diesem Gebiet etwas zu tun hat.

Generell geht man leider zumeist komplett falsch an solche Themen heran. In sämtlichen Diskussionen über Ernährungsformen geht es immer nur darum, dass man "Gammelfleisch" bekommen könnte, dass nur Müll drinnen ist, was man alles falsch machen kann etc., und daraus resultierend wird dann ein Urteil gebildet -> das hat dann aber nichts mehr mit einer Fütterungsart an sich zu tun. Fütterungsarten über "worst case scenarios" gegeneinander auszuspielen ist sinnlos, dies wird nie jemanden weiter bringen. Wenn schon, dann sollte man vom besten Fall ausgehen, das etwas absolut richtig gemacht wird und kann dann Vergleiche ziehen, wenn man dies denn unbedingt tun will.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass es mir egal ist, was für Fütterungsarten es alles gibt und wie sie alle benannt werden. Ich füttere meine Beiden so, wie ich es auch für mich als richtig erachte - ganz einfach mit frischen naturbelassenen Lebensmitteln, wie das nun jemand nenen möchte, ist mir ehrlich gesagt egal und es ist auch unerheblich. Ich weis einfach, dass ein frischer organischer Apfel für den lebendigen Organismus um vieles wertvoller ist, als jede entsprechende Brausetablette oder jedes Nahrungsergängzungsmittel. Auch wenn die darin enthaltenen Bestandteile einmal einen natürlichen Ursprung hatten, so haben sie doch nichts mehr mit diesem gemein. An diesem Grundsatz halte ich fest und ensprechend ernähre ich mich selber und auch Wilson und Katie.

Ich habe dies nun ganz bewusst geschrieben, einfach um zu zeigen, dass man nicht über eine andere Fütterungsart herziehen muss, oder sie versuchen muss schlecht zu machen durch irgendwelche extrem Beispiele. Wichtig ist, dass jeder für sich selber weis, warum er sich oder seine Hunde so ernährt, wie er es eben tut.
Liebe Grüsse,
Max

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Beitrag von Niki » 05.09.2008, 18:19

Da es eine Flut von Leserbriefen geben wird (ein Teil ist schon in einem anderem Forum zum Thema veröffentlicht), wird der Spiegel mit Sicherheit auch irgendwie reagieren müssen. Bin mal gespannt, wieviel der Leser davon mitbekommt.

In der Diskussion dort hat mir besonders diese Schlussfolgerung gefallen:

"Spiegelleser wissen mehr" (heisst es doch immer so schön) - in diesem Fall sogar mehr als der Journalist :mrgreen: .

@ Arthur: Frag nicht :roll: ... ins (ausnahmsweise danach tatsächlich gründlich desinfizierte) Spülbecken gehieft und Stück für Stück rausgezerrt, abgeschnitten und zerlegt.

<abbr title="Liebe Grüße">LG</abbr>
Niki

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Beitrag von modi » 06.09.2008, 12:26

Hallo Niki,

war es grüner Pansen, mit dem herrlich firschen Duft nach Kuhfladen? :mrgreen: Denke mir dann auch jedesmal, hoffentlich wissen unsere Kleinen das zu schätzen.
Liebe Grüsse,
Max

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Beitrag von Niki » 06.09.2008, 16:21

Na klar, obwohl der weniger nach Kuhfladen gerochen hat als der gewolfte sonst. Aber dafür auch nicht wirklich appetitlich :puke: :rofl: .

<abbr title="Liebe Grüße">LG</abbr>
Niki